KAGEDEV — Kamerunische Gemeinschaft in Deutschland e.V.
Plaidoyer

Entwicklungszusammenarbeit

2 Plaidoyers zu diesem Thema, mit konkreten, überprüfbaren Forderungen an die zuständigen Institutionen.

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Diaspora und Ko-Entwicklung: Das MEG-Programm braucht kamerunische Zahlen

Deutschland hat Kamerun seit Mai 2023 rund 66 Millionen Euro an neuen Projektzusagen gemacht (59 Mio€ im Mai 2023, davon 20 Mio€ Finanzielle und 39 Mio€ Technische Zusammenarbeit, plus 6,6 Mio€ im Dezember 2023), zusätzlich zu einer separaten Schuldenumwandlung von 6 Millionen Euro. Parallel läuft seit Juni 2023 das Programm MEG, das kamerunische Diaspora-Expertise für Entwicklungsprojekte nutzbar machen soll: 116 Missionen wurden bereits unterstützt, mit 3817 direkten Begünstigten aus 25 dokumentierten Einsätzen. Was fehlt, ist die Verbindung beider Zahlenreihen. Niemand kann öffentlich nachvollziehen, welcher Teil der bilateralen Mittel dem MEG-Programm in Kamerun zufließt, nach welchen Kriterien Partnerorganisationen ausgewählt werden, oder wie ein Verein wie KAGEDEV sich beteiligen könnte. KAGEDEV fordert von BMZ, GIZ und MINEPAT mehr Transparenz zu Mitteln und Auswahlverfahren sowie einen strukturierten Austausch mit der kamerunischen Diaspora in Deutschland. Ziel ist nicht Kritik, sondern eine Zusammenarbeit, die auf echten Zahlen und echten Kontakten beruht.

Zentrale Forderungen

  • BMZ/GIZ: jährlich veröffentlichen, welcher Anteil der Kamerun-Zusagen dem MEG-Programm zugeordnet ist, ab Berichtsjahr 2025.
  • GIZ: öffentliche Übersicht MEG-Partnerorganisationen + Auswahlkriterien binnen 12 Monaten.
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Geldüberweisungen zwischen Deutschland und Kamerun: Was die Zahlen wirklich sagen

Kamerunerinnen und Kameruner in Deutschland überweisen jedes Jahr Geld an ihre Familien, Deutschland steht laut verfügbaren Zahlen für rund 10 Prozent der kamerunischen Geldeingänge aus dem Ausland im Jahr 2023. Wie hoch die Gesamtsumme aller Überweisungen nach Kamerun tatsächlich ist, wird jedoch unterschiedlich gemessen: Die Weltbank kommt für 2023 auf umgerechnet etwa 480 Milliarden FCFA, das kamerunische Statistikamt auf 723 Milliarden FCFA. Diese Differenz ist bislang nicht offiziell erklärt. Ebenso fehlt eine dokumentierte Angabe, wie teuer eine Überweisung konkret von Deutschland nach Kamerun ist, während für die Strecke Frankreich-Kamerun Zahlen vorliegen. KAGEDEV fordert von kamerunischen und internationalen Stellen eine Klärung dieser Zahlen sowie eine Kostentransparenz, die es Familien erlaubt, informierte Entscheidungen zu treffen. Es geht um verlässliche Daten zu einem Thema, das den Alltag vieler Familien direkt betrifft.

Zentrale Forderungen

  • INS/BEAC: direkte, öffentlich zugängliche Zahlungsbilanzdaten zu Remittances aus Deutschland veröffentlichen.
  • Weltbank + INS/BEAC: gemeinsame methodische Erklärung der Differenz binnen 12 Monaten.