Nordwest und Südwest: humanitäre Hilfe für 1,1 Millionen Menschen sichern
In Nordwest und Südwest brauchen 1,1 Millionen Menschen humanitäre Unterstützung. Der Nothilfeplan 2026 ist nur zu einem Fünftel finanziert. KAGEDEV setzt sich dafür ein, dass Gesundheitsversorgung, Nahrung und Schutz ankommen, unabhängig von jeder politischen Bewertung.
Auf einen Blick
- 1,1 Millionen Menschen in Nordwest und Südwest brauchen 2026 humanitäre Hilfe.
- Der Nothilfeplan ist nur zu 20 Prozent finanziert, bei einem Bedarf von 268 Millionen US-Dollar.
- Regionalisierte Daten für Nordwest und Südwest fehlen bislang, die nationalen Zahlen verdecken die lokale Lage.
- Ein staatliches Wiederaufbauprogramm läuft seit 2020, sein Umsetzungsstand ist nicht öffentlich einsehbar.
- KAGEDEV fordert mehr Finanzierung, bessere Daten und eine engere Abstimmung zwischen Nothilfe und Wiederaufbau, ohne Position zur politischen Verantwortung zu beziehen.
Zahlen im Überblick
- 1,1 Millionen Menschen mit humanitärem Bedarf in NW/SO
- Quelle: 2026, OCHA
- 20 Prozent Finanzierung des Nothilfeplans
- Quelle: Stand 31.03.2026, OCHA
- 268 Millionen US-Dollar nationaler Finanzierungsbedarf
- Quelle: OCHA
- 969.000 Binnenvertriebene national, Hauptregion NW/SO
- Quelle: UNHCR, 30.06.2025
- 2.500 Milliarden FCFA angekündigt für PPRD-NW/SO (seit 2020)
Worum geht es?
OCHA HRP 2026: 1,1 Mio Menschen Bedarf NW/SO. Keine Position zu Ursachen des Konflikts: nur zu Nothilfe.
Wen betrifft es?
Familien in NW/SO inkl. Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung; Binnenvertriebene; Rückkehrer; Menschen in Nigeria (Presse: >35.000, zu bestätigen); Aufnahmegemeinden; Diaspora-Familien.
Was zeigen die Daten?
UNHCR (30.06.2025, national): 969.000 IDP + 699.500 IDP-Rückkehrer (NW/SO Hauptregion, nicht isoliert ausgewiesen). Nothilfeplan 2026: 268 Mio USD Bedarf, nur 20% finanziert (Stand 31.03.2026). PPRD-NW/SO seit 2020, 2.500 Mrd FCFA angekündigt, Dekret 2023/330 (04.08.2023); tatsächlicher Mittelabfluss nicht nachvollziehbar. Zahl zu getöteten Soldaten bewusst NICHT verwendet (unbestätigt, außerhalb humanitärem Rahmen).
Warum besteht Handlungsbedarf?
80% Finanzierungslücke bedeutet Gesundheitsposten ohne Medikamente, ausfallende Schulspeisungen, fehlende Wiederaufbauunterstützung für Rückkehrer.
Was muss sich ändern?
- Bundesregierung/EU: Beiträge zum Nothilfeplan 2026 erhöhen, Lücke von 80% verkleinern.
- OCHA/UNHCR/kamerunische Behörden: regionalisierte NW/SO-Datenaufschlüsselung binnen 12 Monaten.
- PPRD-NW/SO-Koordination (PM-Büro): Fortschrittsbericht Mittel vs. Ankündigung binnen 12 Monaten.
- MINAS/Gouverneure NW/SO: ungehinderten Zugang für humanitäre Organisationen sicherstellen.
- Deutsche/EU-Geber: gezielte Förderung Gesundheit/Ernährung/Unterkunft für Rückkehrer, mit WFP/UNHCR.
An wen richten sich unsere Forderungen?
Büro des Premierministers/PPRD-Koordination (Paul Tasong), MINAS, Gouverneure NW/SO, OCHA, UNHCR, WFP, Bundesregierung, EU.
Was kann kurzfristig geschehen?
Zusätzliche Geberbeiträge; regionalisierte Datengrundlage; erster PPRD-Fortschrittsbericht.
Was ist langfristig nötig?
Mehrjährige verlässliche Finanzierung; Verzahnung Nothilfe-Wiederaufbau.
Wie messen wir Fortschritt?
- Finanzierungsanteil Nothilfeplan
- regionalisierte IDP/Rückkehrer-Zahlen
- funktionsfähige Gesundheitseinrichtungen
- PPRD-Mittelabfluss
- Zugangsbeschränkungen
Unsere Haltung
KAGEDEV nimmt zur politischen/militärischen Verantwortung keine Position ein. Unser Anliegen ist ausschließlich humanitär.
Dialog und Zusammenarbeit
Noch keine direkte Konsultation dokumentiert.
